Frauen im Aufsichtsrat steigern Profit

Erschienen in Real World Deutschland, Oktober 2012

Eine aktuelle Studie der Credit Suisse belegt, dass Unternehmen mit mindestens einer Frau im Aufsichtsrat im Schnitt um 26% profitabler als Unternehmen ohne Frauen im Aufsichtsrat sind.

Dr. Christine Hohmann-Dennhardt ist Vorstandsmitglied der Daimler AG. Image: Daimler

Die Studie „Gender Diversity and Corporate Performance” untersuchte die Thematik aus weltweiter Sicht und analysierte die Daten von annähernd 2.400 Firmen mit und ohne weiblichen Board-Mitgliedern seit 2005.

“Die umfassende Studie beweist Anlegern, dass die Geschlechtervielfalt als eine zusätzliche, wichtige Metrik bei Investitionen zu berücksichtigen ist,” sagt Stefano Natella, Co-Leiter von Securities Research & Analytics der Credit Suisse. “Die Ergebnisse unserer Analyse sind unwiderlegbar und zum ersten Mal bietet eine globale Sicht auf dieses Thema eine überzeugende Erklärung, warum Gender Diversity Mehrwert bietet,“ so Natella weiter.

Im Januar 2012 betrug der Frauenanteil in den höchsten Entscheidungsgremien deutscher Unternehmen 16% und liegt damit leicht über dem EU27-Schnitt von 13,7%. Europäischer Spitzenreiter ist Norwegen: Aufgrund einer Pflichtquote sind in der Tat 40% aller Aufsichtsratsmitglieder Frauen. Werden es in Deutschland demnächst noch mehr? Das Thema „Pflichtquote“ und „Flexiquote“ wurde in den letzten Monaten sowohl auf europäischer als auch bundespolitischer Ebene heiß diskutiert. Es bleibt spannend!

 

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